Internationales Projekt zur Berufausbildung abgeschlossen

16.05.2017

In Brasilien hat die Westerwelle Foundation ihr internationales Projekt zur Berufsausbildung abgeschlossen. Die 17 Fellows der DO School präsentierten ein innovatives Konzept zur Förderung der Berufsausbildung weltweit.

Abschlusspräsentation der Fellows

Zum Abschluss der Apprenticeship Challenge der Westerwelle Foundation in Kollaboration mit Sinal do Vale und The DO School stellten die Fellows der DO School in Brasilien ihr finales Konzept vor, das „UpNetwork“. Dieses soll die effiziente Vernetzung von innovativen Industrien, Unternehmen und Jugendlichen fördern.
 
Die Apprenticeship Challenge wurde Anfang des Jahres von der Westerwelle Foundation gemeinsam mit ihrem Partner Sinal do Vale ausgerufen. Neun Wochen lang haben 17 junge Social Entrepreneurs aus 14 Ländern gemeinsam an Ideen gearbeitet, wie die Berufsausbildung weltweit gefördert werden kann. Ziel ist die Bekämpfung der globalen Jugendarbeitslosigkeit.
 
Mit dem UpNetwork haben die Fellows nun ein Konzept vorgestellt, das innovative Industrien, Unternehmen und Jugendliche miteinander verknüpfen soll. Dabei soll eine übergreifende globale Plattform Gelegenheiten zur Ausbildung von Jugendlichen in innovativen Industriefeldern erkennen und diese an lokale Institutionen – sogenannte UpSites – vermitteln. UpSites wiederum bieten Ausbildungsmodule an, durch die Jugendliche industriespezifische Skills erlernen können. Gleichzeitig stellen die UpSites den Kontakt zu lokalen Unternehmen her.
 
 „Das UpNetwork beweist innovatives, aber auch lösungsorientiertes Denken, um junge Menschen für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren“, kommentierte Michael Mronz, Vorstandsvorsitzender der Westerwelle Foundation das Ergebnis. Durch den NetzwerkGedanken, der der Idee zugrunde liege, sei es möglich, bestehende Bedürfnisse gezielt zu kommunizieren und bereits vorhandene Ressourcen und Akteure miteinander zu verknüpfen. „Vielerorts orientiert sich die Berufsausbildung noch nicht ausreichend an den Bedürfnissen der Unternehmen, die später zu Arbeitgebern werden sollen.“ Durch das UpNetwork werde eine marktorientierte Berufsausbildung gefördert.
 
Darüber hinaus lobte Mronz die Zusammenarbeit mit den Partnern The DO School und Sinal do Vale: „Durch das Mitwirken aller Partner und natürlich der Fellows, die ihre diversen Erfahrungen als Entrepreneurs aus unterschiedlichsten Ländern beigesteuert haben, ist es gelungen, binnen weniger Wochen einen innovativen Lösungsansatz für ein Problem zu finden. Von Jugendarbeitslosigkeit ist weltweit fast jede Gesellschaft betroffen.“ Erst eine langfristige Perspektive, wie sie durch die Berufsausbildung geschaffen werde, ebne jungen Menschen den Weg zu einer selbstbestimmten Zukunft.
 
Auch Florian Hoffmann, Geschäftsführer der DO School, lobte die Zusammenarbeit: „Die Westerwelle Foundation hat unsere Fellows mit dieser Challenge gefördert und gefordert.“ Das Ergebnis zeige, dass die Fellows die Herausforderung gemeistert hätten: „Gerade durch die Verbindung von lokalen und globalen Ansätzen schafft das UpNetwork Synergien, die man bisher im Bereich der Berufsausbildung noch vermisst hat.“
 
Auch nach Abschluss der zehnwöchigen Projektphase geht für die Fellows das Programmjahr in The DO School weiter. In der zehnmonatigen Implementationsphase haben sie die Gelegenheit, eigene Unternehmensideen in ihren Heimatländern umzusetzen und weiterzuentwickeln.