Walther Rathenau Institut verleiht Rathenau-Preis an Dr. Guido Westerwelle

18.10.2018

Das Walther Rathenau Institut, Stiftung für internationale Politik, verlieh am 17. Oktober 2018 den Rathenau-Preis posthum an den verstorbenen ehemaligen Außenminister und Gründer der Westerwelle Foundation Dr. Guido Westerwelle im Atrium der Deutschen Bank in Berlin.

Das Walther Rathenau Institut, Stiftung für internationale Politik, verlieh am 17. Oktober 2018 den Rathenau-Preis posthum an den verstorbenen ehemaligen Außenminister und Gründer der Westerwelle Foundation Dr. Guido Westerwelle im Atrium der Deutschen Bank in Berlin.

Dr. Guido Westerwelle wird mit der Verleihung des Preises für sein Wirken im Sinne einer friedlichen und auf internationale Verständigung ausgelegten Weltordnung geehrt. „Guido Westerwelles Vision einer atomwaffenfreien Welt ist ein Vermächtnis, zu dessen Bewahrung auch das Rathenau Institut mit der diesjährigen Preisvergabe einen kleinen Beitrag leisten möchte“, so der Vorstandsvorsitzende des Instituts Hartmuth A. Jung in der Begründung.

Die Preisverleihung wurde live auf der Facebook-Seite der Westerwelle Foundation übertragen. Die Laudatio hielt Phil D. Murphy, ehemaliger US-Botschafter in Berlin und Gouverneur des US-Bundesstaates New Jersey. Im Anschluss daran würdigte die Bundesministerin der Verteidigung Dr. Ursula von der Leyen den Preisträger.

Der Ehemann des verstorbenen Außenministers, Michael Mronz, nahm den Preis stellvertretend entgegen. Er betonte, dass das außenpolitische Vermächtnis seines Ehemannes auch im Sinne der Westerwelle Foundation fortlebt.

Unter den geladenen Gästen der Preisverleihung waren unter anderem der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Wolfgang Kubicki, zahlreiche Mitglieder des deutschen Bundestages sowie Vertreter von Regierungen.

Rathenau Institut

Das Walther Rathenau Institut, Stiftung für internationale Politik, wurde im Januar 2008 von den Unternehmern Michael A. Gotthelf und Hartmuth A. Jung gegründet. Das Institut widmet sich Fragen der Außenpolitik aus deutscher Perspektive im Geiste Rathenaus und vergibt in regelmäßigen Abständen den nach ihm benannten Preis. Erster Preisträger im Jahre 2008 war der frühere Außenminister Hans-Dietrich Genscher, der für sein Lebenswerk im Bereich der Außenpolitik gewürdigt wurde. In den Folgejahren erhielten Israels Präsident Shimon Peres, US-Außenministerin Hillary Clinton, der polnische Premier und heutige EU-Ratsvorsitzende Donald Tusk, sowie der Ministerpräsident der Niederlande Mark Rutte und die Königin von Jordanien die Auszeichnung.

Der regelmäßig vergebene Rathenau-Preis soll an den früheren liberalen Außenminister, Unternehmer und Essayisten Walther Rathenau erinnern, der vor mehr als 90 Jahren am 24. Juni 1922 von Rechtsradikalen ermordet wurde. Der Jude Rathenau führte Deutschland aus der Isolation, in die es nach dem Ersten Weltkrieg geraten war, warb für Völkerverständigung und Toleranz bei seinen europäischen Nachbarn und gilt als Vordenker einer friedlichen, multilateralen Weltordnung.