Internationales Projekt zur Berufsausbildung

Der Mittelstand und vor allem das Handwerk bildet eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft. Für viele Schwellen- und Entwicklungsländer liegt in der Berufsausbildung eine große Chance für eine wirtschaftliche und letztlich auch politische Entwicklung. Gleichzeitig steht die Berufsausbildung vor enormen Herausforderungen, nicht nur in Deutschland entscheiden sich immer weniger Schulabgänger für eine Ausbildung im Handwerk. Auch in Entwicklungs- und Schwellenländern gerät die Berufsausbildung im Gegensatz zur akademischen Ausbildung immer stärker unter Druck.


Mit einem Projekt zur internationalen Berufsausbildung wollte die Westerwelle Foundation herausfinden, wie die Berufsausbildung in diesen Ländern attraktiver gestaltet werden kann. Dazu luden wir gemeinsam mit The DO School und Sinal do Vale 17 Fellows ein, in einem mehrmonatigen Prozess Maßnahmen zur Stärkung der Berufsausbildung zu erarbeiten. Mit dem Projekt wollten wir Schwellen- und Entwicklungsländern die Möglichkeit geben, ihre Berufsausbildung konkret zu verbessern, unabhängig von den umfangreichen Voraussetzungen, die zum Beispiel das Duale System der Berufsausbildung in Deutschland hat.


Zum Projektabschluss haben die Fellows ihr finales Konzept zur Förderung der Berufsausbildung vorgestellt, das „UpNetwork“. Dieses soll innovative Industrien, Unternehmen und Jugendliche miteinander verknüpfen. Dabei soll eine übergreifende globale Plattform Gelegenheiten zur Ausbildung von Jugendlichen in innovativen Industriefeldern erkennen und diese an lokale Institutionen –  sogenannte UpSites – vermitteln. UpSites wiederum bieten Ausbildungsmodule an, durch die Jugendliche industriespezifische Skills erlernen können. Gleichzeitig stellen die UpSites den Kontakt zu lokalen Unternehmen her. Eine Pilotierung des Konzepts soll im Startup Haus Kigali stattfinden.


Das UpNetwork soll eine Berufsausbildung fördern, die sich an den Bedürfnissen der Unternehmen und somit der späteren Arbeitgeber orientiert. Auf diesem Weg soll das Konzept einen Beitrag zur Bekämpfung der globalen Jugendarbeitslosigkeit leisten.
 
Facts:

  • 17 junge Unternehmer aus 14 Ländern arbeiteten 10 Wochen auf dem Campus von Sinal do Vale (Brasilien) an konkreten Maßnahmen zur Stärkung der beruflichen Bildung international. Die Maßnahmen sollten für möglichst viele Schwellen- und Entwicklungsländer adaptierbar sein.
  • Die Fellows werden im Anschluss an die 10 Wochen weitere 10 Monate in ihren Heimatländern an ihren eigenen Unternehmensideen arbeiten und die neuen Maßnahmen weiter entwickeln.
  • Erarbeitetes Konzept: „UpNetwork“ –  globales Netzwerk, das auf lokaler Ebene Jugendliche mit Unternehmern und innovativen Industriesektoren verknüpft.

 

 

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