Chatham House Konferenz

Europe's Strategic Choices: Building Prosperity and Security, 17. bis 19. Oktober 2014

Europa steht vor enormen strategischen Herausforderungen. Besonders im Spannungsfeld sich wandelnder internationaler Rahmenbedingungen und aktueller Entwicklungen ergeben sich viele Probleme – aber auch Chancen. In Kooperation mit der Westerwelle Foundation luden deshalb der international renommierte britische Think Tank Chatham House und das Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (ISPK) rund 180 führende Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft nach Berlin ein, um über die Themen Wirtschafts-, Energie- und Sicherheitspolitik zu diskutieren. Die Konferenz vom 17. bis 19. Oktober trug den Titel „Europe’s Strategic Choices: Building Prosperity and Security“.

Zwei Stipendiaten der Westerwelle Foundation

Zum Auftakt der Konferenz, an der auch zwei Stipendiaten der Westerwelle Foundation teilnahmen, sprach Kanzleramtsminister Peter Altmaier, gefolgt von Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg. Unter den hochrangigen Referenten befanden sich unter anderem auch Dr. Karen Donfried, Präsidentin des German Marshall Fund, Franco Frattini, Präsident der Italian Society for International Organization (SIOI) und ehemaliger italienischer Außenminister, James Brokenshire MP, Minister für Immigration und Sicherheit, Jean Pisani-Ferry, Planungsdirektor Wirtschaftspolitik des französischen Ministerpräsidenten, Dr. Emily Haber, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, Rainer Baake, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, sowie Dr. Markus Ederer, Staatssekretär im Auswärtigen Amt.

Chatham-House-Direktor Dr. Robin Niblett und ISPK-Direktor Professor Dr. Joachim Krause moderierten den Großteil der Panels, die sich mit den zentralen Fragen befassten:

  • Welchen konkreten Gefahren steht Europa derzeit gegenüber und inwieweit kommen diese von innen?
  • Wie kann Europa konkurrierende politische Prioritäten der Mitgliedstaaten ausgleichen und eine kohärente gemeinsame Außenpolitik schaffen?
  • Welche Rolle kann Europa – vor dem Hintergrund sinkender Militärausgaben und andauerndem Druck auf militärische Fähigkeiten – zukünftig in der internationalen Sicherheitspolitik spielen?
  • Kann ein europaweites Gleichgewicht zwischen Wachstum durch Export und Wachstum von Konsumausgaben erreicht werden?
  • Wie können Regierungen ihre Wähler bei (und trotz) der Umsetzung notwendiger Strukturreformen an sich binden?
  • Wie können Investitionen gefördert werden, um der Industrie den Zugang zu Finanzmitteln zu sichern?
  • In welchem Umfang sollten sich die Regierungen in der Industriepolitik engagieren?

"Es ist nicht genug, unsere Werte intensiv zu diskutieren, wir müssen für sie kämpfen. Wir alle sind gezwungen, die Wertorientierung als Rahmenbedingung für eine friedliche Entwicklung weltweit und für bessere individuelle Perspektiven zu stärken."

Hans-Jürgen Beerfeltz, Generalsekretär der Westerwelle Foundation und Staatssekretär a.D., wies in seiner Abschlussrede darauf hin, dass Europas Sicherheit und Wohlstand nicht allein davon abhänge, was in Europa geschieht - in der globalisierten Welt müssen wir global denken und global handeln.


Weiterführende Informationen:

Hier können Sie sich den Konferenzbericht herunterladen.
Hier gelangen Sie zur Homepage von Chatham House - The Royal Institute of International Aiffairs