Southeast Asia Trilateral Forum in Myanmar

Experten diskutieren über Myanmars Herausforderungen

Die Westerwelle Foundation hat Ende Februar gemeinsam mit dem German Marshall Fund of the United States mehr als 50 internationale Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien nach Rangun, Myanmar, eingeladen, um beim Southeast Asia Trilateral Forum über die Herausforderungen Myanmars und der Region Südostasien zu diskutieren. Das zweitägige Forum fand zum ersten Mal als Kooperation der Stiftung und des German Marshall Funds statt. Die Diskussionen wurden unter der Chatham House Rule gehalten.

Myanmar befindet sich in einem dynamischen Transformationsprozess – politisch und ökonomisch. Nach Jahren der Isolation und der Auswirkungen der internationalen Sanktionen findet ein Um- und Aufbruchprozess in dem Land statt. Die Wirtschaft Myanmars bietet enorme Wachstums- und Investitionsmöglichkeiten, insbesondere forciert durch die Ausbreitung des Mobilfunknetzes und des Internets. Gleichzeitig bleibt die Zukunft ungewiss, das Land steht vor vielen Herausforderungen.
Die Westerwelle Foundation hatte deswegen gemeinsam mit dem Kooperationspartner ein Konferenzprogramm entwickelt, um Chancen und Risiken zu identifizieren und Herausforderungen zu diskutieren.

Vor diesem Hintergrund tauschten sich die Teilnehmer des Forums zu insgesamt acht Themenkomplexen aus. Diese umfassten unter anderem die Bereiche: Politische und wirtschaftliche Kooperationsmöglichkeiten, Regionale und ökonomische Integration, Entrepreneurship, Maritime Sicherheit, Politische Transformationen.

Dabei wurde deutlich, dass das ökonomische Wachstum Myanmars auch Auswirkungen auf die Region Südostasien haben wird. Myanmar, mit einer Bevölkerung von etwa 56 Millionen Einwohnern und geostrategisch günstig gelegen, bietet unterschiedliche neue Wachstumsmöglichkeiten. Diese Entwicklung birgt jedoch auch Risiken, erklärten einige der Experten. Entscheidend werde sein, wie sich die Handlungsfähigkeit und die Stabilität des neuen Parlaments und der neuen Regierung entwickelt. Auch dürften die Hürden für die immer noch relativ schwach entwickelte Wirtschaft und Infrastruktur bei aller Zuversicht, nicht unterschätzt werden.

Einig waren sich die Teilnehmer, dass das Potential für eine langfristige, positive Entwicklung des Landes die Zweifel in den Schatten stellten. Vor allem für viele junge Menschen in Myanmar böten sich viele neue wirtschaftliche Möglichkeiten.